Nachlese

Kann Yoga eine würdevolle Entwicklung des Menschen unterstützen?

Seminar vom 19.8.-21.8.22 Es konnten einzelne Teile des Seminares besucht werden.

Die Interessengemeinschaft „Mensch & Leben“, bei der ich mitgestalte,  http://mensch-leben.de/events/kategorie/begegnungsraeume/ hat „die Würde des Menschen“ als übergeordnetes Herbstthema genommen. Hier ist ein Auftakt dazu.


Seminarthema: „Kann Yoga eine würdevolle Entwicklung des Menschen unterstützen?“ „Wie kann die Würde des Menschen durch Yoga gefördert werden?“ Eine Möglichkeit ist, wenn Sie die Übungen mit geeigneten Gedanken praktizieren, können Erlebnisformen entstehen, die Ihnen, die verschiedenen Aspekte der Würde des Menschen näherbringen

Zwei Formen der Würde

Die Würde kann aus zwei Richtungen gesehen werden. Zum einen die Würde, die jedem Menschen zusteht. Sie wird zum Beispiel verletzt, wenn ein Mensch betrogen, beleidigt oder verleumdet wird. Die andere Form von Würde, ist eine ausstrahlende, für andere Menschen erbauende Kraft, die sich der einzelne Mensch erst erarbeiten muss. Sie beruht auf verwirklichten idealeren Werten. Diese zweite Form der Würde soll Thema dieses Seminares sein. Ziel des Seminares ist es, dass der Begriff Würde so belebt wird, dass er die Kraft hat, den Teilnehmer selbst nach Würde streben zu lassen.

Zwei Formen des Denkens

Bei dem Erarbeiten des Begriffes „Die Würde“ wurde auf die Unterscheidung von zwei verschiedenen Formen des Denkens hingewiesen. Das eine Denken ist zur Sache hingerichtet wie ein Wassertropfen, der sich auf einem Blatt nach einem Regen sammelt. Das andere Denken ist mehr von Emotionen ergriffen und ist wie sich zerstäubendes Wasser in der Luft. Es gleitet in utopische Höhen und setzt nicht an der Sache, sondern an den eigenen Wünschen und Emotionen an.

Wortherkunft – Etymologie

Etymologisch (Von der Wortherkunft gesehen) stammt das Wort Würde von dem Wort Wert ab, dieses von werden und dieses wiederum von wenden. (Aus dem etymologischen Wörterbuch Duden)

Würde – Wert – werden – wenden

Wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch eine ausstrahlende Würde entwickeln kann, so basiert diese entwickelte Würde auf Werten, die sich der Mensch erarbeitet hat. Jede Entwicklung basiert auf einem Werden (zu etwas). Wir können sagen, um zu einer ausstrahlenden Würde zu gelangen, bedarf eines selbstbestimmten Werdens zu edleren Werten. Das Wort wenden erscheint auf den ersten Blick nicht ganz stimmig, denn es soll die Grundlage bilden für „werden“. sieht man das Wort aber vom Entwicklungsgedanken aus gesehen, benötigt jedes Heraustreten aus bindenden Gewohnheiten, aus Abhängigkeiten, aus Stagnationen eine Art Umkehr, ein Umwenden, bzw. abwenden.

Man könnte sich gut vorstellen, dass man im großen Strom mitschwimmt. Aber um sein selbstbestimmtes und auch sozial förderliches Leben zu führen, bedarf es einer Art bildhaft vorstellbarer Umwendung.

Die Werte

Werte, die den Menschen zur Würde erheben gibt es viele. Wir haben einige gesammelt, die uns besonders aufgefallen sind, dass sie den Menschen veredeln oder eine wirkliche würdevolle Ausstrahlung geben.

  • Die Fähigkeit sich unvoreingenommen, wahrnehmend und freilassend in eine Begegnung zu begeben.
  • Überblick, Ruhe Überlegtheit, eigenständiges Denken
  • die Fähigkeit Wertzuschaätzen, dem Mitmenschen auf Augenhöhe zu begegnen, mit einem tragfähigen Gedankeninhalt durch Leben gehen.
  • Ruhe, Reflektionsfähigeit und damit die Fähigkeit besser zu den Dingen des Alltag in Beziehung zu treten.
  • eigenständiges Denken und Handeln.
Asana – Körperübungen des Yoga

Hier wurden Übungen ausgeführt, die die die oben genannten Gedanken ausdrücken. Übungen zu diesem Thema finden sie hier

Seminar – Stärkung des Immunsystems

Das Immunsystem ist anderst als unser Verdauungssystem gar nicht so leicht greifbar und trotzdem enorm wichtig für uns. In den letzten Monaten bekam das Immunsystem eine besondere Bedeutung. Alle Infektionskrankheiten aber auch die Krebserkrankung, Autoimmunerkrankungen oder Allergien sind eng mit dem Immunsystem verbunden. Im Yoga lernt man eine freie Bewusstheit von Gebundenheit sowie Eigenes von Fremden unterscheiden lernen, dies ist auch für das Immunsystem von außerordentlicher Wichtigkeit.

In diesem Seminar erarbeiteten wir mit vielen Übungen die heilsame Wirksamkeit sinnvoller Vorstellungen auf unseren Körper. Die Wichtigkeit und Bedeutung der geistigen Regsamkeit für unsere Gesundheit wurde deutlich. Ein Überblick über das Immunsysystem wurde erarbeitet.

Yoga und Sonnenaufgang – Rückblick

Sonntag, den 6.9 auf dem Käppele in Dettingen / Teck

viertel Stund vor Sonnenaufgang
Zum Sonnenaufgang

Zum Sonnenaufgang hatten wir uns auf dem Käppele getroffen. Wir haben von dort einen weiten Blick. Wir praktizierten vor Sonnenaufgang das Sonnengebet um uns dann dem Moment der aufgehenden Sonne widmen. Hier mussten wir erahnen, wo geht die Sonne auf, den nur kleine Öffnungen des Himmels ließen Sonnenstrahlen hindurchscheinen. Trotz allem berührt das Licht die Materie sehr sensibel an der Peripherie und erweckt damit die Farben. Diesem Prozess des sanften Erwachens der Welt wohnten wir bewusst bei.

Eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang

Yoga zum Sonnenuntergang
Sonnenuntergang vom Florian

Zum Sonnenuntergang suchten wir verschiedene schöne Plätze auf. Sei das den Philosophenweg oberhalb der Bleiche in Beuren, der Florian bei Kohlberg/Grafenberg oder von oben von der Alb. Einfache Übungen zu Beginn des Spazierganges zum Betrachtungsort, sowie einfache Übungen vor Ort begleiteten die ruhige und Intensive Wahrnehmung der ruhigen meist sanften Stimmung beim Sonnenuntergang. Über die Sommerzeit vertieften wir die Betrachtungsübungen in sofern, dass die Unterscheidung zwischen dem, was wir hineinprojezieren und dem was uns von den Naturbildern entgegenkommt zu stärken.

Yoga zur Vertiefung – Rückblick

vom Mittwoch, den 9.9. 19.00 – 20.30 Uhr

Blick vom Yogaraum zum Sonnenuntergang

Wir haben uns langsam vom inniglichen Erleben der Wirbelsäule, über den Halbmondstand zum Spagat hingearbeitet. Für jeden Teilnehmer war ein Fortschritt möglich. Begleitet hat uns dabei die Abendsonne. Wir haben auf dem Platz vor dem Haus in der wärmenden Abendsonne begonnen und dann den Blick (s. Bild) aus dem Fenster in ruhiger Konzentration bis zum Sonnenuntergang bewahrt. Der Spagat ging so gut, da uns die Entspannung und Ruhe, die die Stimmung der untergehenden Sonne so fein symbolisiert, sehr gut auf die Übung übertragen werden konnte. Der Oberkörper konnte Kraft des Bewusstseins von allen Teilnehmern entspannt bleiben und jeder konnte nach seinen Möglichkeiten frei und mit klarer Führung mit den Beine ausgleiten. Am Ende der Stunde war immer noch ein klares feines Licht am Horizont.